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Canon EOS 650D (SLR) with lens EF-S 18-135mm 3.5-5.6 IS STM (6559B032)

Ratings and opinions for Canon EOS 650D (SLR) with lens EF-S 18-135mm 3.5-5.6 IS STM (6559B032)

Facts/Features:
Price-performance ratio:
Quality:
Support:
Overall rating: 80%
4.22 of 5
based on 6 ratings and 1 user reviews.
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  • positive Rating
    matthiasbasler on 01/05/2013, 14:46
    Meine Erfahrungen nach 2 Wochen Einsatz:

    Bildqualität:
    Das Rauschverhalten bei ISO 1600 oder höher ist besser als bei den kleineren spiegellosen Systemkameras mit kleinerem Sensor, bleibt aber hinter meinen Erwartungen (und laut Tests auch hinter dem Vorgänger EOS 600D) zurück.
    Spezifische Bildfehler habe ich mit dem 18-135 IS STM nicht festgestellt. Lichtpunkte im unscharfen Hintergrund (Bokeh) sind unauffällig, ohne Ringe etc.
    Bin mit dem Objektiv sehr zufrieden.

    Bedienung:
    Das Touch-Display ist eine nette, gut funktionierende Ergänzung, aber nichts für Grobmotoriker. Da für fast alle Funktionen eigene Tasten existieren, ist man mit denen sogar noch schneller. Eine Funktionstaste ("Set") ist benutzerdefiniert belegbar, z.B. mit "Bildgröße/Bildqualität".
    Das schwenkbare Display möchte ich nicht missen. Bei Aufnahmen vom niedrigen Stativ oder über Kopf oder bei Selbstportraits ist es wirklich hilfreich - und ein Grund, warum ich mich für diese Kamera entschieden habe.
    Das Kamera-Display ist hell, knackscharf und sehr farbenfroh. Aufgefallen ist mir bei meinem Display, daß Blautöne (z.B. Himmel) leicht violett erscheinen und insgesamt ZU farbig. Zur Beurteilung des Bildes hinsichtlich Farbwiedergabe ist das natürlich suboptimal.
    Die Live-View/Filmstart-Taste ist für meinen Geschmack zu weit links, verglichen dazu, wie man die Kamera für die Bedienung der anderen Tasten halten muß. Ist aber kein großes Problem.

    Über die mitgelieferte Sofware EOS Utility läßt sich die Kamera fernsteuern und Intervallaufnahmen machen. Es existiert kein Intervalltimer direkt in der Kamera.

    Geschwindigkeit:
    Mit einer Class-6-SD-Karte sind 3,5 JPG-Bilder/s möglich, mit Class-10 oder mehr sind durchgängig 5 JPG-Bilder/s möglich, es sei denn (Achtung Falle!), man hat im Menü die Objektiv-Farbfehlerkorrektur eingeschaltet - dann sind es nur 3 schnelle Bilder und danach nur 1,2 JPG-Bilder/s.
    Noch schnellere Speicherkarten bringen nichts.

    Der "normale" Fokus ist gewohnt flott, der Fokus im Live-View leider gewohnt langsam (~2s). Panasonic zeigt, daß das viel schneller geht. Es gibt im Live-View-Modus zwar den Quick-AF, aber dieser verwendet nur den "normalen" Fokus, daher wird das Bild kurz schwarz. Elegant ist das nicht, und so viel schneller auch nicht ...

    Filme:
    Die Kamera bietet nur vier Filmauflösungen:
    1920/25fps, 1920/24fps, 1280/50fps und 640/25fps (4:3). Eine Einstellung 1280/25fps fehlt leider. Slow-Motion- oder Zeitrafferfilme werden nicht unterstützt.
    Die Filmqualität ist sehr gut und wirkt natürlich. Autofokus während der Aufnahme ist möglich, führt aber oft zu "Focus-Hunting", d.h. das Bild wird ca. 1-2s sehr unscharf, bis der Fokus wieder gefunden wurde. Störende Kamerageräusche auf dem Film habe ich nicht bemerkt. Manuelles Zoomen während der Aufnahme gelingt selten zufriedenstellend. Der Bildstabilisator ist gerade bei Videos sehr hilfreich.
    Für Filmaufnahmen sollte man unbedingt ein STM-Objektiv verwenden, mit dem billigen 18-55-Kit-Zoom macht das keinen Spaß.

    Im Vergleich:
    Ich hatte bereits früher eine EOS 400D und habe noch eine Nikon D5000, beide waren/sind ja Kameras mit gleicher Zielgruppe, auch die Nikon D5x00-Kamera hat einen schwenkbaren Monitor.

    - Sowohl das Nikkor 18-108 3.5-5.6G ED als auch das EF-S 18-135 1:3.5-5.6 IS STM (das jeweils "bessere" Kit-Objektiv zur Kamera) sind für Amateure uneingeschränkt zu empfehlen. Beide sind leise, das Canon-Objektiv hört man beim Fokussieren überhaupt nicht. Wow!

    - Überraschenderweise sind hinsichtlich der Schärfe und des Rauschverhaltens bei höherer ISO-Zahl keine großen Unterschiede zwischen D5000 und EOS 650D festzustellen, die D5000 erzeugt mit Standardeinstellungen sogar etwas rauschärmere und unter Kunstlicht mit AWB auch "ansprechendere" Aufnahmen. Und dabei ist sie 3 Jahre älter! Das hatte ich nicht erwartet.

    - Bei gleichem Motiv und Blende/Belichtung/ISO sind die Aufnahmen der Nikon D5000 etwas heller, d.h. man kann sie oft mit -1/3 EV betreiben.

    - Bei der Belichtungsmessung bei Nachtaufnahmen hat die Canon eindeutig die Nase vorn: Wo die D5000 nur noch "Lo" (aka "Motiv zu dunkel") anzeigt und sukzessive Belichtungen dann um Faktor 2 (!) schwanken, gibt die EOS 650D verläßliche und vor allem konstante Voraussagen, auch bei 15s Belichtungszeit. Mit der EOS 650D(+PC) sind damit Zeitrafferaufnahmen bei wechselnden Lichtverhältnissen wie in der Dämmerung möglich, wo die D5000 kläglich versagt hat.

    - Der Videomodus der EOS 650D ist unvergleichlich besser zu dem der Nikon D5000. Die Videos haben (bei Tag) Fotoqualität, im Gegensatz zu denen der D5000, welche sogar tagsüber ein inherentes Rauschen zeigten. Die Tonqualität ist viel besser.

    - Im Gegensatz zu den Nikon-Kameras kann man bei Canon das Bild-Seitenverhältnis einstellen (aber nur für Live-View) und Fotos auch mit geringen Auflösungen (z.B. 1920x1080, 640x480) machen, wenn Auflösung keine Rolle spielt. Zum Vergleich: Bei der aktuellen D5200 ist die "niedrigste" Auflösung 2992x2000 (6MP) und es gibt nur 3:2.

    - Der Kontrastumfang der 650D liegt m.E. leicht über dem der Nikon - mit allen Korrekturautomatiken abgeschaltet. (Andere Tester kamen zum umgekehrten Ergebnis.) Wer bei kontrastreichen Szenen mehr will:
    Nikon hat Active D-Lighting. Dabei werden dunkle Bildpartien aufgehellt. Kombiniert man dies mit einer leichten Unterbelichtung erhält man einen scheinbar etwas höheren Kontrastumfang.
    Canon hat hierfür die Individualfunktion "Tonwertpriorität". Dabei wird das Bild deutlich unterbelichtet und die dunklen Bildteile anschließend aufgehellt. Der Effekt ist deutlich stärker als bei Nikon und verbessert das Ergebnis z.B. bei hellen Lampen im Bild signifikant. Zudem bietet die EOS 650D einen Modus für automatiche HDR-Bilder, der aber leider kaum Einflußmögichkeiten (z.B. ISO) bietet.

    - Das Ändern mehrerer Aufnahmeeinstellungen ist mit der EOS 650D deutlich schneller möglich als mit dem linearen "i-Menü" der D5000/D5100, wo man etliche Tastendrücke benötigt.

    Fazit:
    Wer noch keine DSLR hat, schwenkabare Touch-Displays liebt und/oder gute Urlaubsvideos unbedingt mit der Fotokamera machen möchte, für den ist die Kamera uneingeschränkt zu empfehlen. Für Dämmerungs-Zeitraffer sind die Canons fast alternativlos.

    Wer hofft, eine bessere Bildqualität als die seiner 2-3 Jahr "alten" DSLR zu erhalten oder sehr oft den Live-View-Modus nutzen will, sollte sich nach anderen Kameras umsehen.
    Bubblereply

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